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Pozzolengo zwischen See und Hügeln
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Pozzolengo ist das Tor der Moränenhügel des Gardsees.
Wir laden Sie ein zu einem kurzen Spaziergang zwischen den Hügeln, den Düften und den Geschmäckern...

Die Moränenhügel
Pozzolengo
Die Weine von Pozzolengo
Die typischen Produkte: Verschiedene Arten von Edel-Fleisch und Würsten

Einführung und Fotogalerie



Die Moränenhügel
Colline Moreniche
Die Landschaft ist geprägt von Wald und Plateaus, kleinen Seen und Wasserquellen, bewegtem Ackerland und den in Reihen aufgefädelten Kulturpflanzen.Dank des milden Klimas gedeihen hier mediterrane Macchia und alpine Vegetation zusammen. In diese Umwelt fügt sich der Mensch ohne störende Eingriffe ein. Zu dessen Aktivitäten gehören die Zucht von Rindern und anderen Tieren.
Der Frühling kommt mit einer Farbenpracht daher, die der Sommer mit seinen wilden Orchideen noch bereichert.
Zwischen weißen und gelben Seerosen können Sie Reiher und Blässhühner zwischen dem Grün der Pflanzen und dem Blau des Himmels beobachten.

Die Moränenlandschaft ist seit dem Neolithikum (Steinzeit) besiedelt.

Die Gegend bietet mit der urbanen Struktur seiner Dörfer, seinen Kunstwerken, seinen Denkmälern und seinen Museen Zeugnis der Völker, die hier gesiedelt haben: Die Orte Volta Mantovana, Cavriana, Monzambano, Solferino, Castiglione delle Stiviere, San Martino, Pozzolengo und Ponti sul Mincio  zeugen von einer glorreichen Vergangenheit.
In jedem dieser Orte sind die Spuren der Etrusker, Gallier und Römer sowie auch Zeugnisse von jüngeren historischen Ereignissen wie z. B. den Kämpfen des Risorgimento (Zeit der italienischen Freiheitsbewegung im 19. Jh.) sichtbar.



Pozzolengo

Pozzolengo ist der geografisch äußerste Ort der Provinz Brescia, die hier wie ein Keil zwischen die Provinzen Mantua und Verona reicht.Pozzolengo  rühmt sich einer bedeutenden Vergangenheit, die im Mittelalter durch eine große befestigte Ortschaft ("Castello di Pozzolengo") bezeugt ist. Der Ort wurde ungefähr im 9. – 10. Jh. gegründet, im 13. Jh. neu errichtet und im 16. Jh. erneuert.
Das auf den Monte Flunogebaute Castello (castrum) hat einen trapezförmigen Grundriss mit längeren Seiten im Osten und Westen und kürzeren Seiten im Norden und Süden undumfasst einige Wohnanlagen.
In der Kurtine (Verbindungswand zwischen 2 Türmen) der Mauer mit guelfischem Zinnenkranz sind vor allem in der westlichen und südlichen Seite zahlreiche zylindrische Türme eingelassen, während auf der Nordseite der quadratische Bergfried (Mastio) mit dem Schloss-Zugang liegt. Einer der zylindrischen Türme wurde ab dem 15. Jh. Als Glockenturm genutzt.
Im Inneren des Schlosses lassen sich die Reste der Kirche desMärtyrers Hl. Lorenzo, Beschützer der Pestkranken,   bewundern. Die Kirche enthältFragmente eines mittelalterlichen Freskos aus dem 14. Jh., das ursprünglich die Apsis überdeckte. Das Fresko stellte Christus zusammen mit den Evangelisten Markus und Johannes dar.

Die schöne und imposante Kirche des Hl. Lorenzo, Pfarrkirche von 1510, wurde 1740 großzügig erweitert. Der Grundriss wurde zu einem lateinischen Kreuz umgebaut und eine zentrale Kuppel wurde errichtet. Es entstand ein eindruckvoller Bau mit 36 zylindrischern fein marmorisierten Säulen auf steinernen Sockeln und wunderschönen korinthischen Kapitellen.
Das Mittelschiff ist 54,45 m lang. Das Presbyterium ist mit einem majestätischen Altar mit Marmor-Intarsien und Edelsteinen bereichert.
Die neoklassizistische Fassade weist ein breites Zentralfenster auf. (Dieses Fenster wurde nach 1945 mit Backsteinen verschlossen und 2004 wieder geöffnet.) Die imposante Bronzetüre des Bildhauers Don Luciano Carnessali ist 4,61 m hoch, 2,33 m breit und wiegt 8 Zentner.
Das Kircheninnere beherbergt eine Orgel von Antenati aus dem Jahre 1608, die Gaetano Zanfretta im Jahre 1881 renoviert hat. Die Kirche enthält außerdem zahlreiche wertvolle Werke, darunter ein Gemälde von Brusasorci (mit einer Heiland-darstellung), ein Gemälde von Celesti (ca. 1692) im Altar der Madonna del Carmine, ein Gemälde von Gabriele Rettondini aus dem Jahre 1843 und das Altarbild des Hl. Luigi Gonzaga von Padre Andrea Pozzo (1642-1707).


Das historische Zentrum des Dorfes birgt vier weitere bedeutende Gebäude:

- Palazzo Gelmetti: erbaut 1800 und Rathaus seit Anfang des 20. Jh.. Der Palast, in dem die Adelsfamilie Gelmetti residierte, wurde 1883 von der Gemeinde gemietet und 1888 gekauft. Das Innere des Palastes enthält reich mit Fresken verzierte Säle.

- Villa Albertini: :  Ein imposanter Palast aus dem 19. Jh. Im Herzen des Dorfes gelegen, erbaut von Feldmarschall Pietro Keller anlässlich der Hochzeit seiner Tochter Gabriele Anna mit dem Grafen Giovanbattista Alberini. Der Palast besitzt einen Laubengang mit 5 Bögen und prächtige, mit Stuck und Fresken geschmückte Säle.

- Palazzo Brighenti: Ein imposantes und schönes Gebäude aus dem 18. Jh. am San Martino-Platz.

- Residenza Piavoli: Ein Palast aus dem 18. Jh. mit Laubengang mit acht Bögen im Wirtschaftsbereich, mit doppeltem Treppenaufgang und bemerkenswerten Fresken. In einem Saal im Erdgeschoss entdeckt man noch die Reste des Vorgängerbaus aus dem 16. Jh.

Im Umland von Pozzolengo liegen viele typische landwirtschaftliche Höfe und Kellereien. Dort liegt auch die Abtei San Vigilio, in langobardischer  Zeit gegründet. Die kleine Kirche der Abtei stammt aus dem Jahre 1104. 

Es gibt in diesen Orten touristische Pfade von unvergleichlicher Schönheit, die sich durch die Moränenhügel des Garda winden.




Die Weine von Pozzolengo
Vini: Lugana, Garda, San MartinoDER LUGANA

Die alte Rebsorte Trebbiano wird in großen Teilen Italiens angebaut. Alleine gekeltert entsteht daraus häufig ein ziemlich neutraler Wein. Ausnahmen davon sind auf bestimmten Böden möglich, die dem Wein eine eigenständige Persönlichkeit verleihen. Dies ist der Fall in der LUGANA im Süden des Gardasees und Pozzolengo liegt genau im Herzen dieser Gegend.
Die Moränenerde besteht aus kalkhaltigem Lehm und ist reich an mineralischen Salzen.
Der LUGANA ist das Ergebnis einer sorgfältigen Auswahl durch fähige Winzer über Jahrhunderte. Der Wein ist eng mit der Gegend verbunden, die ihm seinen typischen Charakter verleiht. Dazu gehören sein Geschmack, seine Frische und seine gute Struktur. 
Der Wein passt optimal als Aperitif, zusammen mit Gemüseaufläufen und zu Fisch aus dem Gardasee.

SAN MARTINO DELLA BATTAGLIA
In dieser leicht hügeligen Gegend mit den Moränen  hat der friaulischer Tokaier seine ideale Umgebung gefunden. Es handelt sich hier um einen Wein mit optimalem Potential vor allem in seiner seltenen Variante als Likörwein.

GARDA
Das GARDA ist die größte Gegend mit D.O.C.-Auszeichnung (Denominazione di Origine Controllata, d.h. eine  kontrollierte Ursprungsbezeichnung) in der Provinz Brescia. Die Gegend umfasst eine große Vielfalt an Böden und Mikroklima. Der Weinanbau konzentriert sich strikt auf die Hügelzone. Das Vorkommen Moränen-Böden in Seenähe erlauben die Produktion von Qualitätsweinen.
Die Rotweine aus der Merlot-, Rondinella- und Cabernet-Traube passen gut zur typischen Salami von Pozzolengo, zum Brescianer Spieß und zu Wild.




Die typischen Produkte: Verschiedene Arten von Edel-Fleisch und Würsten

Pozzolengo war während des gesamten 19. Jh. eine wichtige Drehscheibe für den Handel mit Arbeitsochsen der Romagna-Rasse. Dies in Folge der Präsenz vor Ort von Kaufleuten, Vermittlern und eines bedeutenden Viehmarktes, den alle Landwirte und Pächter  der umliegenden Dörfer zu ihren Tauschgeschäften und Ankäufen zahlreich besuchten. Die für die Erzeugung von Edelfleisch am besten geeignete Romagna-Rasse zusammen mit dem Mikroklima zwischen Gardasee und dem Amphitheater der Moränenhügel, sind die besten Zutaten für die Erzeugung von Qualitätsfleisch.

2004 wurde die Qualitätsgarantie DE.C.O. für Authentizität der „Moränen“- Salami von Pozzolengo etabliert.



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